II.1 Terminologie

Für den Gegenstand dieser Arbeit existieren nebeneinander eine ganze Reihe von Termini; Detering 1983, 222 zählt einige von ihnen auf:

"Sprachspiel, Sprachspielerei, Sprachscherz, Sprachwitz, Sprachspass, Sprachhumor, Sprachulk und entsprechende Komposita mit Wort- als erste Komponente." 7

In der wissenschaftlichen Forschung ist zumeist entweder von Wort- oder von Sprachspielen die Rede. Um eine Verwechslung mit dem von Wittgenstein geprägten philosophischen Begriff Sprachspiel8 und dem didaktischen Begriff Sprachspiel9 zu vermeiden, wird in der vorliegenden Arbeit die Bezeichnung Wortspiel verwendet. 10
Im übrigen trifft der Terminus Wortspiel das zu beschreibende Phänomen recht gut. Zwar wird nicht immer nur mit Worten gespielt, sondern auch mit größeren sprachlichen Einheiten, doch sind Worte zumeist ein Grundbestandteil letzterer. In diesem Sinne kann man sich folgender Äußerung von Heibert 1993, 19 anschließen:

"Die Wortspielanalyse behandelt […] Wortspiele mit homonymen Lexemen und solche mit doppeldeutigen Lexien […] als Varianten der gleichen semantischen Situation. Ein Sprichwort (Sprichwort) wörtlich zu nehmen, ist für mich also auch ein Wortspiel, nicht etwa ein Satzspiel." 11

Bis zur Klärung, mit welchen sprachlichen Einheiten Wortspiele gemacht werden können12, werden verallgemeinernd die Termini sprachliche Einheiten und Sprachzeichen verwendet.

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II.2 Forschungsstand
Übergeordnetes Kapitel
II Erster theoretischer Teil: Das Wortspiel