II.4.1.2.6 Textinterne vs. textexterne Wortspiele

Die doppelte oder mehrfache Isotopie von Komplexen-Text-Spielen kann durch außersprachliche Mittel gestützt oder gar erst erzeugt werden. Grassegger 1985 führt daher in seiner Untersuchung von Asterix-Comics eine weitere Differenzierung zwischen textinternen und textexternen Wortspielen ein:

"Textinterne Wortspiele lassen sich aus dem unmittelbaren oder erweiterten, meist vorhergehenden Kontext herleiten. Textexterne Wortspiele hingegen werden nur aus der jeweiligen Situation heraus verständlich." (35)

Wegen der "multimedialen Kommunikation" (ebd.) in der Textsorte Comic spricht er den textexternen Wortspielen eine besondere Bedeutung für sein Korpus zu. Auch Werbeanzeigen haben einen multimedialen Charakter, da sie zumeist aus Bild und Text bestehen (Vgl. Kap. III.2). Aus diesem Grund soll die Unterscheidung zwischen textinternen und textexternen Wortspielen auch in dieser Arbeit vollzogen werden.

Nächste Seite
II.4.1.3 Ausdrucksanomalien
Vorherige Seite
II.4.1.2.5 Paronymie
Übergeordnetes Kapitel
II.4.1.2 Komlexe Text-Spiele