V.1.1 Allgemeine Auswertung

Die Hypothese, daß in Zeitschriften, die sich an verschiedene Leserschaften richten, auch unterschiedliche Werbeanzeigen abgedruckt sind, hat sich im großen und ganzen bestätigt: Es wurden nur 8 Anzeigen124 gefunden, die in allen drei Zeitschriften vertreten waren. 155 Anzeigen wurden sowohl im SPIEGEL als auch in AUTO MOTOR & SPORT ausgemacht, zwischen SPIEGEL und BRIGITTE gab es 85 Überschneidungen, zwischen BRIGITTE und AUTO MOTOR & SPORT sogar nur 31.
Insgesamt befinden sich in den drei ausgewerteten Zeitschriften 8681 relevante Werbeanzeigen. Wenn man von dieser Gesamtzahl die wiederholten Anzeigen (3613) sowie die Überschneidungen abzieht, verbleibt eine Summe von 4774 verschiedenen Werbeanzeigen. Von der Gesamtzahl der Anzeigen stammen die meisten aus dem Bereich Zs/B (12,6%), gefolgt von den Auto-Anzeigen (12,0%).
In 2061 aller Anzeigen konnte mindestens ein Wortspiel ausgemacht werden, auch hier müssen Wiederholungen und Überschneidungen abgezogen werden; es verbleibt dann eine Summe von 1085 verschiedenen Anzeigen mit wenigstens einem Wortspiel. Daraus folgt, daß sich in 22,7% aller verschiedenen gesichteten Anzeigen mindestens ein Wortspiel befindet.125
In 176 Fällen handelte es sich zwar um eine noch nicht registrierte Anzeige, das Wortspiel darin tauchte hingegen in genauem Wortlaut bereits in einer anderen Anzeige für das gleiche Produkt auf. Hierbei handelt es sich vornehmlich um Wortspiele, die in einem Slogan verwendet wurden, in Einzelfällen aber auch um eine Schlagzeile, die in verschiedenen Anzeigen einer Serie immer wieder eingesetzt wurde.126
Hieraus ergibt sich ein Grundstock von 909 Werbeanzeigen, in denen insgesamt 1390 Belege für Wortspiele gefunden wurden.

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Übergeordnetes Kapitel
V.1 Quantitative Analyse